Katzenhilfe Hannover e.V.
Katzenhilfe Hannover e.V.

Infos & Tipps

Katzen mit Allergien

 

Nicht nur Menschen sind zunehmend von Allergien betroffen, auch bei Tieren, vornehmlich Hunden und Katzen, treten diese Erkrankungen immer häufiger auf. Hauterkrankungen und Allergien sind aber genau wie in der Humanmedizin auch bei den Veterinären ein schwieriges Gebiet.

 

Professor Ingo Nolte, Leiter der Kleintierklinik in der Tierärztlichen Hochschule Hannover, sagt dazu, dass vor allem Forschungsgelder fehlen, um mit den Forschungen auf diesem Gebiet zügig voranzukommen. Bislang gibt es in Deutschland in der Tiermedizin noch keine ausgesprochene Fachrichtung Dermatologie, aber die Unikliniken - speziell die TiHo - beschäftigen sich inzwischen verstärkt mit diesem Zweig. In der TiHo gibt es zum Beispiel eine direkte Hautsprechstunde.

 

Allergien entwickeln Tiere u. a. gegen Hausstaub, Bettfedern, eine Milbenart und besonders oft gegen menschliches Eiweiß. Darunter versteht man die Abschuppungen der oberen Hautschicht. Mit Hilfe von Blutuntersuchungen, Gewebeproben und eventuell einem Allergietest versuchen die Veterinäre, den Ursachen der Allergien auf die Spur zu kommen und Abhilfe zu schaffen. Kompliziert wird es aber auch, wenn ein Vierbeiner unter einer Nahrungsmittelallergie leidet, die sich neben juckenden Hautausschlägen auch durch Erkrankungen des Magen- Darm-Traktes mit Erbrechen äußern kann. In diesen Fällen heißt es Geduld zu haben und zwar sowohl beim Tierarzt als auch beim Halter des Tieres. Es muss herausgefunden werden, welche Bestandteile in der Nahrung die Allergie auslösen und dann muss ein Futter gefunden oder zusammengestellt werden, in dem diese Substanzen nicht vorhanden sind, das aber trotzdem ausreichend Nährstoffe besitzt. Das kann eine sehr langwierige (und auch kostspielige) Angelegenheit sein, doch im Interesse des Tieres sollte man unbedingt versuchen, dem vierbeinigen Patienten zu helfen, denn ihm ist eine Allergie genauso lästig und unangenehm wie uns Menschen.

 

Mit freundlicher Genehmigung von Frau Käthi Knauth

 

  

 

Katzen mit Übergewicht

Will Ihre Katze auch nur fressen, fressen, fressen? Kann sie einfach nicht genug bekommen? Wird sie immer runder, ist aber trotzdem nie satt? Höchste Zeit, dass Sie etwas unternehmen. Übergewichtige Katzen leiden häufig an Erkrankungen des Herz- und Kreislaufapparates und sie haben Schwierigkeiten beim Springen, Laufen und Klettern und sind überdies sehr kurzatmig In sehr seltenen Fällen können eine Stoffwechselerkrankung oder verabreichte Medikamente der Grund für eine hohe Gewichtszunahme sein (sollte man mit dem Tierarzt abklären), aber: auch Katzen können unter „Essstörungen“ leiden. Manche Katzen futtern, wie auch manche Menschen, aus purer Langeweile. Manche bekamen als Baby nie genug Futter, sie schlingen alles weg aus Angst, dass nicht genug da ist. Die Gründe für Katzenübergewicht sind also ähnlich wie bei uns Dosenöffnern, und genauso ist es auch mit den Gegenmaßnahmen:

 

1. Sport

Bieten Sie ihrem Dickerchen Ablenkung und Abwechslung, Spiel und Spaß, kurz: jede Menge Bewegung. Auch ein reiner Stubentiger braucht „Auslauf“. Schaffen Sie Rennstrecken, Klettertouren usw. und als Belohnung legen Sie lieber eine Spiel- und Schmusestunde ein, statt einem Leckerli. Animieren Sie Ihre Mieze zum Spielen, beschäftigen Sie sich mit Ihr - so schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Langeweile und Bewegungsmangel.

 

2. Diät

Allerdings vertragen Katzen Hungerkuren schlecht (auch körperlich - Gefahr von Nieren- und Lebererkrankungen!), deshalb gilt: verkleinern Sie nur die Mahlzeiten, lassen Sie diese nicht gänzlich ausfallen und streichen Sie kalorienreiche Belohnungs-Häppchen. Sowieso tabu sind die Häppchen vom Menschentisch. Reduzierte Mahlzeiten können mit Weizenkleie oder mit salzlos gekochtem Reis gestreckt werden. Beim Tierarzt oder in gut sortierten Futtermärkten können Sie kalorienreduziertes Futter erstehen, das ist zwar teuer, erspart aber Arbeit, zudem finden manche Miezen Reis oder Kleie im Futter nicht so lecker. In schweren Fällen muss die Tagesration um ein gutes Drittel reduziert werden, dann aber in Absprache mit dem Tierarzt und unter seiner Aufsicht. Lassen Sie keine Mahlzeiten ausfallen: eine auf diese Art enttäuschte Katze könnte sehr aufdringlich auf den Entzug reagieren, indem sie durch besonders intensives Betteln um Futter versucht, die „Sucht“ nach Fressbarem doch noch befriedigt zu bekommen. Lassen Sie es erst gar nicht so weit kommen!

Achten Sie von vornherein darauf, Ihre Katze vernünftig zu ernähren und ihr ausreichend Bewegung zu bieten. Denn bei Tieren wie bei Menschen: Übergewicht ist gesundheitsschädlich. Und „Fressen“ ist nicht der einzige Sinn des Lebens.

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