Katzenhilfe Hannover e.V.
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Verhaltensprobleme

 

Wenn die Wohnung zum Katzenklo wird ...

 

Normalerweise sind Katzen sehr reinliche Tiere, die problemlos die Katzentoilette annehmen. Es kommt aber vor, dass die Wohnungstiger plötzlich unsauber werden. In der Regel gibt es hierfür folgende Gründe: Protestpinkeln, Markierung, Probleme mit der Klobenutzung und Erkrankungen. Hier einige häufige Gründe:

 

  • Eintritt der Geschlechtsreife (im Alter von etwa 6 Monaten). Hier schafft die Kastration Abhilfe, vor allem bei Katern. Lässt man seine Mieze nicht kastrieren, gewöhnt sie sich daran, alles mit Urin zu markieren. Es ihr wieder abzugewöhnen, ist sehr schwierig. 

 

  • Die Marke des Katzenstreus wurde gewechselt. Sensible Katzen mögen das mitunter gar nicht. Meist reicht es dann, zur bisher verwendeten Sorte zurückzukehren.

 

  • Die Katzentoilette wurde nicht regelmäßig gereinigt. Katzen haben empfindliche Nasen - und würden Sie gern eine verschmutzte Toilette benutzen müssen? Je nach verwendeter Streu sollte man spätestens nach zwei Tagen grobreinigen; einmal wöchentlich sollte die Streu komplett ausgetauscht und die Toilette mit heißem Wasser und einem Neutralreiniger gründlich gereinigt werden. Verzichten Sie auf „Duftreiniger“, da auch diese eine sensible Katze von einem Besuch auf der Katzentoilette abhalten können.

 

  • Die Katze wird beim Toilettenbesuch gestört. Das vergrämt auch nervenstarke Tiere. Das „Örtchen" sollte man so aufstellen, dass es jederzeit leicht erreichbar und ungestört benutzbar ist.

 

  • In einem Mehrkatzenhaushalt kann eine „Haubentoilette bzw. Deckeltoilette“ der Grund für plötzlich auftretende Unsauberkeit sein: Sollte die Zweitkatze die Katze auf der Toilette stören (z.B. Scheinangriffe nach dem „Geschäft“ oder Belauern vor dem Klo) kann oftmals das Weglassen des Deckels schon das Problem lösen, da die Katze sich umgucken kann und somit nicht in die Enge gedrängt fühlt.

 

  • Katzentoilette und Futterplatz sind zu nahe beisammen. Auch darauf reagiert der empfindliche Hausgenosse.

 

  • Möglichst sollte in einem Mehrkatzenhaushalt für jede Katze eine Toilette zur Verfügung stehen.

 

  • Daneben ist zu beobachten, ob der Einzug eines neuen Katzenkumpels der Auslöser für die Unsauberkeit sein könnte. Gerade bei Einzelkatzen, die jahrelang allein gehalten wurden, ist ein Zweittier oftmals der Auslöser für Unsauberkeit.

 

  • Haben Sie gravierende Veränderungen in ihrer Wohnung vorgenommen: sprich renoviert und hierbei den Hausrat umgestellt? Auch hierauf können besonders sensible Katzen mit Unsauberkeit reagieren. In diesem Zusammenhang sollte insbesondere die Katzentoilette unter den o.g. Bedingungen von Anfang an einen festen Platz haben.

 

  • Mitunter ist zu berücksichtigen, dass es auch Katzen gibt, die sich mit reiner Wohnungshaltung nicht zufrieden geben und denen man Freigang gewähren muss! Dies ist zwar selten bei Katzen zu beobachten, die seit Kitten Alter in Wohnungshaltung leben, dennoch ist es nicht auszuschließen. Daneben gibt es Katzen, die aufgrund von einem Halterwechsel von einer Freigänger- auf eine Wohnungskatze „umgepolt“ werden. In diesem Fall ist die Unsauberkeit nur zu beheben, indem man der Katze wie gewohnt wieder Freigang gewährt, ihr in diesem Fall evtl. sogar ein neues Zuhause suchen muss.

 

  • Häufiger, lauter Besuch, eventuell sogar mit Hunden, ist für so manche ruheliebende Katze zu viel. Unsauberkeit ist dann eine bewusste Protestmaßnahme. Gelegentlich kommt auch Eifersucht dazu, wenn in Singlehaushalten plötzlich eine „zweite Person" auftaucht. Vertrauen Sie auf den Instinkt ihrer Katze und ziehen Sie gegebenenfalls ernsthaft einen „Partnerwechsel" in Erwägung. Ihre Katze täuscht sich nur selten!

 

 

Neben den Tipps und Anregungen sollte man dennoch auch ein gesundheitliches Problem der Mietze in Betracht ziehen. Blasenerkrankungen führen auch oft zu Unsauberkeit. Auch hier ist Ihre Beobachtungsgabe erforderlich. Besucht Ihre Katze öfter als bisher die Toilette und kann sie bei diesen „Besuchen“ nur kleine Mengen an Urin absetzen? Gibt sie Lautäußerungen während des Wasserlassens z.B. Schnurren, Stöhnen, Grunzen von sich? Dies sind deutliche Anzeichen auf ein gesundheitliches Problem und in diesem Fall ist es unabdingbar, die Katze dem Tierarzt vorzustellen.

 

Wenn Sie die finanziellen Möglichkeiten haben, bietet sich auch die Einbindung eines Katzentheratpeuten an, der die Zusammenführung begleitet (z.B. Tierzeit Hannover).

 

Wenn Sie Fragen zu dem Thema haben, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

 

 

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